In Deutschland sind laut Statista mehr als 47 Millionen Autos auf den Straßen. Das bedeutet auch, dass eine große Menge an Menschen für ihr Auto Pflegemittel benötigen. Neben einer guten Autopolitur ist dafür auch ein optimales Autowachs notwendig. Doch wofür ist es gut und wie oft sollte es verwendet werden? – Das alles und noch mehr erfahren Sie jetzt.

Was ist Autowachs?

Unter Autowachs versteht man eine Wachsmischung, welche entweder synthetisch oder natürlich hergestellt werden kann. Zu kaufen gibt es sie als Sprüh- oder Hartwachs. Als Wachs wird in den meisten Fällen das natürliche Carnaubwachs eingesetzt. Gewonnen wird dieses aus der Carnaubapalme, welche hauptsächlich in Brasilien wächst. Die synthetische Wachs-Variante wird hingegen mit künstlichen Stoffen produziert, die nicht aus der Natur stammen.

Sprühwachs vs. Hartwachs

Das Sprühwachs lässt sich sehr einfach und schnell anwenden. Seine schützende Wirkung hält dafür aber nicht ganz so lange an, weshalb die Behandlung etwa alle drei Wochen erneuert werden muss. Das kostet natürlich etwas mehr Wachs. Das Hartwachs muss dagegen alle drei bis fünf Monate aufgetragen werden. (Abhängig davon ob das Auto in der Garage steht oder viel gefahren wird) Diese Art der Lackversiegelung muss somit ca. zweimal jährlich gemacht werden. Einmal im Frühling, wenn der Schnee und das Streusalz vorüber sind und einmal im Herbst, um das KFZ winterfest zu machen.

Wozu benötigen Sie Autowachs?

Während der Fahrt auf den Straßen warten jede Menge “Gefahren” für den Lack und somit die Optik. Während des Winters ist vor allen Dingen das Streusalz der “Feind”. Im Frühling sind es die Insekten. Mit der Verwendung eines guten Autowachs können Sie Ihren Lack also effektiv schützen, sodass die Oberflächen nicht angegriffen werden und Insekten fernbleiben. Doch das Wachs sollte individuell an Ihre Fahrzeugoberfläche angepasst sein. Darüber hinaus müssen Sie die Anwendung regelmäßig wiederholen.

Welche Vorteile bietet ihnen das Autowachs?

Die Verwendung eins Wachses für die Fahrzeugoberflächen bringt viele Vorteile mit sich. Denn neben Streusalz und Insekten schützt es außerdem vor Verschleißerscheinungen wie Rost. Dadurch bleibt die vorgeschriebene Funktionsweise erhalten. Es lässt das Automobil aber auch in neuem Glanz erstrahlen. Dieses Autopflegemittel schützt Ihr Auto also nicht nur, sondern verschönert es auch. Darüber hinaus kann Wasch- und Regenwasser einfach abperlen, ohne dass lästige Flecken zurückbleiben. Schmutzreste lassen sich ebenso sehr einfach entfernen. Es vereint daher langfristig einen ästhetischen, funktionalen und somit auch kostengünstigen Aspekt. Denn weniger Schmutz und Schäden bedeuten auch geringere Kosten für Sie.

Was sollten Sie bei der Anwendung von Autowachs beachten?

Bevor das Wachs auf das Automobil aufgetragen wird, sollte Sie dieses gründlich waschen und von möglichen Wachsresten befreien. Im Anschluss ist zu empfehlen, dass das gewählte Wachs erst einmal an einer unauffälligen Stelle getestet wird. So können Sie in Erfahrung bringen, wie genau sich dieses auf der Fahrzeugoberfläche verhält. Zum Auftragen selbst sollten Sie zu einem Microfasertuch oder einer Polierwatte greifen. Dieser sollte auf jeden Fall fusselfrei und sauber sein, um bestmögliche Ergebnisse erzielen zu können. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie das Wachs nicht zu dick auftragen. Bei der Verwendung von Hartwachs sollten Sie dieses etwa 60 Minuten einwirken lassen. Sprühwachs hingegen ist meist sehr schnell getrocknet. Der ultimative Test für Ihre Wachsarbeit erfolgt an Regentagen. Wenn sich keine Wasserpfützen bilden und die Tropfen einfach abperlen haben Sie alles richtig gemacht.

Extra-Tipp: Für eine besonders gute Optik können Sie Ihr Fahrzeug vor dem Wachsen auch einer gründlichen Lackreinigung unterziehen.

Was ist eine Nanoversiegelung und welche Vorteile bietet sie?

Die Nanoversiegelung ist eine gute Alternative zum natürlichen Carnaubwachs. Dabei werden Nanopartikel auf sämtliche Oberflächen aufgetragen, um diese zu schützen. Diese feine Nanopolmerenschicht glättet sämtliche Unebenheiten und bietet schon dadurch einen kosmetischen Effekt. Sie bietet darüber hinaus Schutz vor Öl, Fett, Schmutz und Staub. Das gilt natürlich auch für UV-Strahlen, Streusalz und Vogel Kot. Zudem lässt sie sich auf Metall und Plastik gleichermaßen auftragen. Somit können die Scheiben, Felgen und der Lack eines Autos effektiv versiegelt werden. Eine solche Lackversiegelung ist außerdem deutlich länger haltbar als es bei Wachs der Fall ist. Bis zu 24 Monate kann eine solche Lackversiegelung das Auto schützen. So haben Sie über einen langen Zeitraum ein sauberes und glänzendes Fahrzeug.

Wo sollten Sie Ihr Wachs kaufen?

Wachs für den Lackschutz gibt es im Einzelhandel, in Autowerkstätten und im Internet zu kaufen. Die Auswahl ist riesengroß und somit auch die Preis- und Qualitätsunterschiede. Wir empfehlen Ihnen aber unbedingt auf eine gute Qualität zu setzen, auch wenn diese etwas teurer sein kann. Die größte Auswahl zum günstigen Preis gibt es im Internet. Zahlreiche Vergleichsseiten und Hersteller helfen Ihnen dabei, sodass Sie das passende Wachs für Ihr gebrauchtes KFZ oder Neuwagen bekommen. Auch eine Beratung in einer KFZ-Werkstatt kann hilfreich sein. Die Preise dort sind allerdings dann etwas höher.

Selbst wachsen oder wachsen lassen?

Jedes Jahr fragen sich viele Autobesitzer, ob sie denn nun selber wachsen oder wachsen lassen sollen. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Wenn Sie wachsen lassen können Sie davon ausgehen, dass nur funktionierendes Wachs verwendet wird. Preislich kann eine solche Aufbereitung aber 150 bis 300 Euro kosten. (300 bis 600 Euro für zweimal jährlich) Selber machen ist günstiger, kostet dafür aber mehr Schweiß und Zeit. Die Alternative Methode, nämlich eine Lackversiegelung, kann ebenso selbst gemacht oder dem Fachmann überlassen werden. Selfmade Produkte kosten in der Regel um die 100 Euro + Arbeitszeit. Der Fachmann berechnet für die Behandlung um die 500 Euro, je nach Größe des Autos. Im Gegensatz zum Wachs hält eine Lackversiegelung aber auch mindestens für ein Jahr an.

Fazit

Wenn Sie langfristig einen schönen Lack haben möchten, so sollten Sie ihn zweimal pro Jahr wachsen oder wachsen lassen. So bieten Sie ihm zuverlässigen Schutz vor

  • Staub
  • Öl
  • Fett
  • Vogelkot
  • UV-Strahlen
  • Streusalz
  • und Wasserflecken

Zudem müssen Sie ihn seltener waschen, da sich Ihr Wagen im Regen “selbst reinigt”, ohne das Wasserflecken zurückbleiben. Alternativ können Sie aber auch eine Lackversiegelung, wie die Nanoversiegelung vornehmen. Sie bietet den gleichen Schutz und das gleich über ein ganzes Jahr hinweg. Ganz egal was Sie auch wählen, durch den aufgetragenen Schutz sparen Sie Geld fürs Warten ein und der Wert Ihres Fahrzeugs bleibt länger stabil.